Wie Sie kontern, wenn der Chef die Gehaltserhöhung ablehnt

Wann kam Ihr Chef das letzte Mal mit einem freundlichen Lächeln an Ihren Schreibtisch und sagte: „Wir sollten über eine Gehaltserhöhung sprechen“? Für die meisten Angestellten ist das ein eher seltenes Erlebnis, das sie – wenn überhaupt – im Traum beglückt. In der Regel müssen Sie selbst Ihren Mut zusammennehmen, zum Chef gehen und das eher unangenehme Thema selbst ansprechen. Und damit ist es noch nicht getan. Nicht ohne Grund heißt es schließlich Gehaltsverhandlung. Denn selten belohnt der Vorgesetzte Ihren Mut und nickt die Forderung nach mehr Geld einfach ab.

Stattdessen fallen ihm viele Gründe ein, warum gerade jetzt ein schlechter Zeitpunkt für eine Gehaltserhöhung ist. Dann sitzen Sie da und haben zwei Möglichkeiten: Sie verbergen Ihren Unmut so gut es geht und finden sich damit ab, dass auch in Zukunft nicht mehr Geld aufs Konto kommt. Oder Sie versuchen, ihn zu überzeugen. Erfolgsaussichten haben Sie nur mit der zweiten Möglichkeit. Wenn Sie allerdings schon mehr Geld fordern – dann sollten Sie auch die richtigen Worte wählen!

Xing Gehaltserhöhung abgelehnt

Hier kommen die typischen Argumente Ihres Chefs gegen eine Gehaltserhöhung und Tipps, wie Sie darauf antworten.

Die typischen Argumente Ihres Chefs gegen eine Gehaltserhöhung


1. Der Vertröster: „Der Zeitpunkt ist schlecht, lassen Sie uns in ein paar Monaten noch mal darüber sprechen.“

Ein Klassiker, der mancherorts regelmäßig wiederholt wird – und so wird aus den Monaten ein Jahr oder mehr. Besser Sie steigen erst gar nicht auf diesen Versuch ein, das unliebsame Thema wegzuschieben.

Ihr Konter: „Mein Anliegen ist dringend. Ich habe im letzten Jahr gute Arbeit geleistet und kann das anhand von Zahlen belegen, die eine Gehaltserhöhung rechtfertigen. Deshalb würde ich gern in absehbarer Zeit über mein Gehalt verhandeln. Wenn es für Sie jetzt ungünstig ist, machen wir doch gleich einen Termin in den nächsten vier Wochen aus.“

2. Der Teamplayer: „Wenn ich Ihr Gehalt erhöhe, verdienen Sie viel mehr als die Kollegen.“

Im Gehaltsgespräch outet sich so mancher Chef als Teamplayer. Doch gegenüber Ihren Kollegen sollten Sie sich wirklich kein schlechtes Gewissen einreden, wenn Sie nach einer Gehaltserhöhung fragen.

Ihr Konter: „Ich verstehe, dass Sie keine Unruhe unter Ihren Mitarbeitern stiften wollen. Aber meine Leistungen haben ja nichts mit dem Verdienst der Kollegen zu tun. Ich habe in den letzten Monaten neue Aufgaben und mehr Verantwortung übernommen und finde, dass meine Erfolge eine Erhöhung rechtfertigen.“

3. Der Feilscher: „Ihre Forderung ist zu hoch. Das können wir nicht bezahlen.“

Mit diesem Argument schlägt der Vorgesetzte die Gehalts-Tür nicht ganz zu, sondern lässt sie einen Spalt weit offen. Er ist bereit für Gegenangebote. Zeit für Sie, den Fuß in die Tür zu bringen und sie ein Stückchen weiter aufzuschieben.

Ihr Konter: „Ich finde meine Forderung angesichts meiner Erfolge und Leistungen angemessen. Ich bin aber bereit Ihnen entgegenzukommen. Welche Summe halten Sie für angemessen?“

Wenn Ihnen der Vorschlag des Chefs zu niedrig ist, machen Sie ein Gegenangebot. So bekommen Sie vielleicht nicht Ihr ursprüngliches Wunschgehalt, aber stehen am Ende auch nicht mit leeren Händen da.

4. Der Vergleicher: „Solche Gehälter werden bei anderen Unternehmen nicht bezahlt.“

Verschiedene Unternehmen gegenüberzustellen ist zwar oft wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen, aber Ihr Chef hat ja damit angefangen. Jetzt zahlt es sich aus, wenn Sie vorab ein bisschen in Ihrer Branche recherchiert haben. Es gibt viele öffentliche Gehaltsvergleiche.

Ihr Konter: „Laut aktueller Gehaltsvergleiche verdient man in meiner Position mit meiner Berufserfahrung im Durchschnitt X Euro. Ich übernehme aber außerdem noch folgende Aufgaben: A, B, C. Deshalb denke ich, dass meine Forderung meiner Leistung entspricht.“

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Sie werden es schon bemerkt haben: Ganz ohne Vorbereitung läuft eine Gehaltsverhandlung nicht nach Ihren Vorstellungen. Bevor Sie sich mit dem Chef an einen Tisch setzen, sollten Sie daher gute Argumente sammeln und Ihre Leistung am besten mit Zahlen belegen können.

Wenn aber trotz der besten Vorbereitung aus der Gehaltserhöhung nichts wird, liegt das vielleicht gar nicht an Ihrer Gesprächsführung, sondern am Arbeitgeber. Dann ist es Zeit, weiterzuziehen. Sie haben aber keine Lust, Ihren Lebenslauf neu zu schreiben oder ein Anschreiben zu verfassen? Keine Sorge: Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch den Bewerbungsprozess und mithilfe unseres Editors erstellen Sie Ihren professionellen Lebenslauf oder Ihr Anschreiben mit wenigen Klicks und können schon heute die erste Bewerbung abschicken.

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 für JobisJob

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