Wie steht es um die Geschlechterkluft am Arbeitsplatz?

Jahrhundertelang haben Frauen für die Gleichberechtigung sowohl am als auch außerhalb des Arbeitsplatzes gekämpft und es scheint, als ob wir dem Ziel der vollkommenen Gleichstellung immer näher kommen. Zumindest in Bezug auf das Angestelltendasein von Frauen und Männern. Richtig, es liegt noch ein großes Stück Arbeit vor uns, besonders in Bezug auf Frauen in Führungspositionen. Wir wollen uns in diesem Beitrag jedoch auf das Positive fokussieren. Denn es gibt so viele gute Gründe, warum Frauen in (Führungs-) Positionen in Unternehmen von großer Bedeutung sind. Die Infografik unten führt die vier wichtigsten Gründe für Unternehmen auf.

Geschlechterkluft am Arbeitsplatz Arbeitsmarkt

Es ist erwiesen, dass eine Gleichstellung der Geschlechter in Unternehmen für mehr Rentabilität sorgt. Neuesten Studien zufolge sind Unternehmen mit einer größeren Anzahl an Frauen in ihrer Belegschaft der Konkurrenz in vielen Bereichen überlegen. Die Beschäftigung von mehr weiblichen Führungskräften führt zum Wachstum des Unternehmens und verringert die Chance, dass ein Unternehmen bezüglich dessen Marktposition zurückfällt oder gar Pleite geht.

Die Geschlechterkluft existiert weiterhin


Weltweit wächst der Anteil von Frauen am Arbeitsplatz, bis heute hat es aber noch kein Land der Welt geschafft, die Kluft zwischen den Geschlechtern zu schließen. Der Begriff Geschlechterkluft umfasst verschiedene Aspekte wie der Anteil an berufstätigen Männern und Frauen, ihr Einkommen oder Ihre Position in Unternehmen. In den skandinavischen Ländern ist die Kluft am schmalsten. Deutschland steht im Vergleich mit anderen Ländern aus Europa und Zentralasien an 12. Stelle (World Economic Forum, The Gender Gap Report 2014). Allgemein verbessert sich die Position von Frauen am Arbeitsplatz langsam. Und obwohl das gute Neuigkeiten sind und wir wichtige, kleine Schritte in Richtung Gleichstellung gehen, ist es dennoch bedenklich, dass in bestimmten Berufsbereichen deutlich mehr Männer als Frauen anzutreffen sind. In den Bereichen Finanzen, Naturwissenschaften und Ingenieurwesen sind Frauen weiterhin unterrepräsentiert. Die Geschäfts- und Bankenwelt wird weiterhin größtenteils von Männern dominiert und während viele Organisationen und Schulen alles dafür tun, um bei Mädchen das Interesse für MINT-Fächer zu wecken, wird es noch einige Zeit dauern, bis die Denkmuster sich ändern werden. Obwohl Mädchen in der Schule und an der Universität weiterhin bessere Ergebnisse als Jungs erzielen, haben die Jungs einen klaren Vorteil, wenn sie in den Arbeitsmarkt eintreten. Denn Frauen sind nicht nur weniger in gut bezahlten Berufsbereichen anzutreffen, es gibt auch deutlich weniger Führungsfrauen und Frauen verdienen im Schnitt auch weniger als Männer.

Aus diesen Gründen ist Vielfalt wichtig


Vielfalt in Bezug auf Geschlecht, Ethnie, Alter und Nationalität ist für den Erfolg eines Unternehmens entscheidend. Vielfalt erzeugt Kreativität und Innovation. Also optimale Bedingungen für unternehmerisches Wachstum und zufriedene Mitarbeiter. In einer globalen Wirtschaft sorgen Mitarbeiter mit verschiedenen Hintergründen außerdem für ein besseres Verständnis des Verbrauchermarktes. Das Schließen der Kluft zwischen den Geschlechter, Ethnien oder arm und reich ist für die Wirtschaft nur von Vorteil. Die Kluften zu ignorieren, die aktuell weltweit weiterhin bestehen, kann der Wirtschaft auf globaler Ebene nur schaden. Für Unternehmensgruppen, Start-ups und Personalchefs ist es inzwischen notwendig, qualifizierte Mitarbeiter außerhalb ihres vertrauten Bewerberpools zu suchen. Eine vielfältige Belegschaft trägt nicht nur zum Fortschritt eines einzelnen Unternehmens, sondern auch zur globalen Wirtschaft als Ganzes bei. Außerdem erweitern Unternehmen ihre Chancen die qualifiziertesten Fachkräfte für bestimmte Jobs zu finden, wenn sie ihren Pool an Bewerbern erweitern. SAP setzt zum Beispiel Menschen mit Autismus für bestimmte Arbeiten ein, wie uns Bettina Knierim in einem Interview über die Berufsfindung von Menschen mit Behinderung verriet. Die folgende Infografik führt die vier wichtigsten Gründe auf, warum Unternehmen ihre Strategie in Bezug auf Gleichstellung überarbeiten sollten:

Geschlechterkluft am Arbeitsplatz

  (Quellen: Opportunity Now, World Economic Forum)

Jeannine für JobisJob

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