Schlecht gelaunte Mitarbeiter leisten mehr

Zumindest behauptet das eine Studie, die vor kurzem von der Universität von Illinois in Urbana Champaign und der Universität von Pennsylvania durchgeführte wurde. Ich finde die Studie sehr Schlecht gelaunte Mitarbeiterkurios, auch wenn es wohl nicht für einen Ig-Nobelpreis reicht, der von der Zeitschrift Annals of Improbable Research (AIR) für die seltsamsten Forschungsarbeiten vergeben wird. Natürlich kann diese Studie nicht mit jener mithalten, die durchgeführt wurde, um zu beweisen, dass die Flöhe von Hunden höher springen als die Flöhe von Katzen, oder mit der, die bestätigt hat, dass Ratten nicht immer zwischen rückwärts gesprochenem Japanisch und Holländisch unterscheiden (warum muss das eigentlich an Ratten getestet werden?).

Vielleicht überrascht diese Studie nicht so sehr, wie die, die behauptet, dass man aus Kuhfladen Vanillegeschmack gewinnen kann, sie dient aber als guter Vorwand, Ihren Arbeitskollegen schlecht zu behandeln und trotzdem oder gerade deswegen nicht entlassen zu werden. Gesegnet sei die Wissenschaft!

Die Ergebnisse dieser Untersuchung über Arbeitsproduktivität, welche in der Zeitschrift Social Psychology veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass die schlecht gelauntesten Mitarbeiter für ein Unternehmen vorteilhaft und unverzichtbar sind. Die Gründe dafür lassen keinen Zweifel zu: Sie erledigen ihre Aufgaben effizienter, sie planen viel besser und ihr Verhalten sorgt für eine höhere Spezialisierung. Im Gegensatz dazu neigen die freundlichen

Berufliche Vorteile von schlechter Laune


Endlich jemand, der uns nicht einbläut, dass man 24 Stunden am Tag positiv sein muss! Wollen Sie noch weitere Gründe, um sich davon zu überzeugen?

Die Universität von New South Wales hat vor einiger Zeit eine ähnliche Studie in der Zeitschrift Australian Science Magazine veröffentlicht. Darin kam sie zu dem Schluss, dass wir kreativer, nachgiebiger und solidarischer sind, wenn wir den positiven Modus eingeschaltet haben. Die zeitweise und klein dosierte schlechte Laune (bloß nicht zu viel), scheint aber laut Studienergebnissen ebenso viele Vorteile zu haben.

Unsere Gemütsverfassung wirkt sich auf unseren gesamten Organismus aus und bereitet uns darauf vor auf eine bestimmte Weise mit unserem Umfeld zu interagieren. Die positive Gemütsverfassung vermittelt uns ein Gefühl von Sicherheit, während die negative Stimmung ein Gefühl von Misstrauen hervorruft, ein Gefühl, als würden wir uns einer neuen Situation gegenüber sehen. Hierbei erwachen dann alle unsere Mechanismen und Instinkte der Alarmbereitschaft: Wir sind aufnahmefähiger für alles, was uns umgibt.

Es scheint, als ob die schlechte Laune uns dabei hilft, uns schwierigen Situationen zu stellen, weil das Gehirn dann mehr Strategien zur Informationsverarbeitung entwickelt.

Das bedeutet, wenn wir negativ eingestellt sind, achten wir mehr auf das, was wir gerade tun und auf die externen Faktoren, die uns beeinflussen. Wir sehen das Leben dann nicht mehr durch die rosarote Brille und fangen an, seine Nuancen wahrzunehmen. Außerdem denken wir mehr an Einzelheiten und verbessern unsere schriftlichen kommunikativen Fähigkeiten. Unsere Konzentration nimmt stark zu!

Und wenn es darum geht zu verhandeln, dann lässt eine kleine Portion schlechte Laune uns überzeugender wirken, da wir uns mehr darauf konzentrieren, was in unserem Umfeld vor sich geht und weil unsere empathische Fähigkeit zunimmt.

Wer weiß, vielleicht wird in einigen Jahren die Überprüfung unseres Maßes an „produktiver“ schlechter Laune Teil eines Auswahlverfahrens sein.…

Ich hoffe, dass Sie, nachdem Sie diesen Artikel gelesen haben, sich mit Argumenten für Ihre trüben Tage wappnen und ja… ich hoffe auch, dass Sie eines Tages wieder Vanilleeis probieren… :)

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 für JobisJob

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