Sind Selbstmarketing und eine Eigenmarke jetzt Pflicht?

In Karriereblogs wimmelt es von Beiträgen zur Eigenmarke und Selbstmarketing im Internet. Eine Eigenmarke kreieren, das klingt für viele, die nicht gerade im Bereich Marketing arbeiten, ziemlich abgehoben. Bei aller Liebe zum Thema wollen wir nun klarstellen, was viele gerne übersehen: In einigen Berufen ist es schlichtweg unwesentlich, ein aufpoliertes Xing- oder Twitter-Profil zu haben. Auch wirkt es eher sonderbar, sollte jemand eine umfassende und professionelle Internetpräsenz besitzen, dann aber im alltäglichen Leben absolut unzugänglich und so ganz anders als im Netz auftreten. Vor allem denen, die in der freien Wirtschaft arbeiten, raten wir aber dennoch weiterzulesen und dem Thema eine Chance zu geben.

Eigenmarke im Internet

Sind Selbstmarketing und die Eigenmarke Pflicht für die moderne Jobsuche und Karriere? Ein wenig Eigenwerbung zu betreiben, hat in allen Berufsbereichen Vorteile und beschränkt sich keinesfalls aufs Internet. Lesen Sie dazu unbedingt den inspirierenden Artikel, auf den wir am Ende unseres Beitrages verweisen und schauen Sie, ob Sie einen der nachfolgenden Tipps zum Thema Eigenmarke für sich beanspruchen können. Stellen Sie sich vorab jedoch auch folgende Fragen:

Brauch ich eine Eigenmarke? Will ich überhaupt Selbstmarketing betreiben? Wie viel will ich von mir preisgeben? Wie viel Zeit kann und will ich investieren?

Tipps für eine authentische Eigenmarke im Internet


list_ok Investieren Sie in ein professionelles Foto. Je nach Branche, mit Anzug oder in legerer, ordentlicher Kleidung. Je besser die Qualität der Aufnahme und je natürlicher und freundlicher Ihr Gesichtsausdruck, desto professioneller wirken Sie.

list_ok Setzen Sie immer auf einen angemessenen Namen in Ihren öffentlichen sozialen Medien (Vorname und Nachname). Besonders schnell werden Sie im Netz gefunden, wenn Sie denselben Namen für alle Social-Media-Profile, Ihre E-Mail-Adresse und Signaturen gebrauchen.

list_ok Steuern Sie, was Sie in den sozialen Medien von sich preisgeben wollen. Fast jeder hat irgendein Profil im Netz. Sollten Ihre Profile alle öffentlich auffindbar und unter dem gleichen Namen und ein und derselben E-Mail laufen, sind sie einfach zu finden. Personalmanager können mit Hilfe von Personen-Suchmaschinen oder Tools wie Knowem in mehreren Netzwerken gleichzeitig nach Personen suchen! Steuern Sie also wie gesagt ganz bewusst, was Sie von sich preisgeben wollen. Wenn Sie Ihre sozialen Netzwerke lieber nur dem Freundeskreis vorbehalten wollen, bedenken Sie Folgendes: 1) Ihre Privatsphäre kann bei allen sozialen Netzwerken festgelegt werden. 2) Sie könnten eine komplett neue E-Mail-Adresse anlegen, welche Sie bei Bewerbungen benutzen und die nicht mit Ihren sozialen Netzwerken verbunden ist. Geben Sie Ihren Namen bei Google ein, und finden Sie heraus, was Personalmanager im Augenblick im Netz über Sie entdecken würden. Sind Sie mit dem Suchergebnis zufrieden?

list_ok Wollen Sie lediglich bei Xing oder LinkedIn gefunden werden? Kein Problem, dann sollten Sie einfach die oben aufgeführten Punkte beachtet und Ihre Privatsphäre und Namen entsprechend verwalten. Die Profile, die Sie öffentlich nutzen wollen, können zusätzlich in Ihren Lebenslauf eingebunden werden, zum Beispiel mittels QR-Code oder Link, um Personalmanager zu bestimmten Profilen zu leiten.

list_ok Nicht nur Google kann als Suchmaschine gesehen werden – gesucht wir ebenso in den sozialen Medien. Bei Xing oder LinkedIn ist es demnach ratsam, Schlagwörter zu streuen, um besser gefunden zu werden. Wie genau Sie Ihr LinkedIn-Profil perfektionieren, erfahren Sie in unserem Blog.

list_ok Gehen Sie es an wie die Profis: Positionieren Sie Ihre Eigenmarke! Heben Sie Ihren „unique selling point“ hervor, also die Eigenschaft, die Sie als professionelle Person besonders attraktiv macht und von anderen unterscheidet. Achten Sie auf aussagekräftige Profil-Slogans, überlegen Sie sich ein Kommunikationskonzept und achten Sie besonders auf Einheitlichkeit und Verlinkungen innerhalb Ihrer sozialen Netzwerke.

list_ok Für ganz Mutige: Seien Sie kreativ und starten Sie eine Kampagne zur Jobsuche im Internet. Einige originelle Beispiele gibt es hier.

Tipps für erfolgreiches Selbstmarketing im BerufsalltagSelbstmarketing Internet Arbeitsplatz


Die eigene Person professionell in Szene zu setzen kann nicht nur im Netz Vorteile haben. Auch am Arbeitsplatz kann ein wenig Eigenwerbung zu mehr Erfolg führen. Dabei geht es aber natürlich nicht darum, anderen auf die Nase zu binden, wie toll Sie sind. Achten Sie auf Ihr Erscheinungsbild, Ihr Auftreten und ihre verbale sowie non-verbale Kommunikation. Einen tollen Beitrag dazu finden Sie auf Dein Copilot, welcher auf den Punkt bringt, dass es leider nicht nur darauf ankommt, dass Sie gute Leistung bringen, sondern ebenso wichtig ist, dass Sie sich gut verkaufen.

Interessiert daran, diesen Blogbeitrag auf Englisch
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 für JobisJob

Ein Gedanke zu „Sind Selbstmarketing und eine Eigenmarke jetzt Pflicht?

  1. Josef

    Hallo,

    Wieder einmal ein schöner Beitrag von euch! Ich hab ihn mit großem Interesse verschlungen! jedoch möchte ich auch einen Aspekt hinzufügen! Eine “Eigenmarke” kann sicherlich gut sein, jedoch sollte man nicht alles im Internet preisgeben! Auch auf dem Privaten Profil von Facebook sollte man aufpassen was man “liked” und was man shared, einiges kann zum Verhängnis werden, besonders die “politische Meinung” sollte für sich behalten werden. Außer Sie steuern eine politische Karriere an ;)

    Danke und macht weiter so!

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