Facebook at Work: Das neue Intranet für Unternehmen

Financial Times ließ im November 2014 die Bombe platzen: Facebook erweitert sein Portfolio um ein professionelles Netzwerk mit Namen „Facebook at Work“. Eine sehr kuriose Wortwahl, da die Nutzung von Facebook während der Arbeit bekanntlich sehr umstritten ist. Einige Unternehmen halten kleine Pausen im Internet oder bei Facebook für produktionsfördernd. In anderen ist Facebook schlichtweg verboten und nicht aufrufbar. Dies könnte sich jedoch bald ändern, denn Facebook wird in naher Zukunft ein neues Intranet für Unternehmen anbieten, Facebook at Work, von einigen bereits F@W genannt. 

Facebook-at-Work-Intranet-Unternehmen

Was ist Facebook at Work?


Facebook at Work ist ein Intranet für den Computer und mobile Endgeräte, mit denen sich Mitarbeiter untereinander austauschen können. Das Profil bei Facebook at Work kann unabhängig vom normalen Facebook-Profil genutzt werden. Unternehmen müssen Facebook at Work beantragen, bevor Mitarbeiter sich anmelden können.

Wie wird Facebook at Work aussehen?


Facebook at Work wird ziemlich sicher im Corporate Design von Facebook erscheinen, mit Newsfeed, Profilen, Chats und Gruppen. Des Weiteren sollen nützliche Werkzeuge wie zum Beispiel das Hochladen von Dokumenten möglich sein.

Wer kann Facebook at Work nutzen?


Jeder, der bei einem Unternehmen arbeitet, das Facebook at Work eingeführt hat.

Details sind noch nicht bekannt. Und die Konkurrenz bezüglich Unternehmenssoftware ist bekanntlich gewaltig. Doch gibt es drei Gründe, warum Facebook mit der Einführung von Facebook at Work strategisch genau richtig liegt:

Facebook-Mitglieder sind erwachsen geworden und junge Menschen bleiben aus. Es gab einmal eine Zeit, da legten einige Facebook-Nutzer ein zweites Profil für den professionelleren Gebrauch an. Viele rümpften die Nase, Facebook notierte. Des Weiteren wird gemunkelt, dass viele Arbeitnehmer mehr Zeit bei Facebook verbringen, als sie sollten. Auch wenn Facebook in einigen Regionen der Welt schon fast als out gilt, eine Disposition zur Nutzung scheint bei angemeldeten Mitgliedern weiterhin vorhanden. Das Erstellen eines zweiten Profils wäre für viele kinderleicht. Und führt ein Unternehmen intern Facebook at Work ein, so müssen alle nicht angemeldeten Arbeitnehmer gezwungenermaßen bei Facebook mitmachen. Zwei Fliegen mit einer Klatsche also: Mitglieder werden Facebook-at-Work_Kosten_für-we_waserneut animiert, Facebook zu nutzen und möglichen regressiven neuen Anmeldungen parallel entgegengesteuert.

Facebook verfügt über mehr Mitglieder als alle anderen sozialen Netzwerke (weltweit über eine Milliarde Nutzer). Wenn Facebook es schafft, mehr Anwendungen als die Konkurrenz anzubieten, dann wird sich Facebook at Work rasant schnell und mit hohem Marktanteil durchsetzen.

Facebook ist internationaler als alle anderen. Facebook at Work kommt zum richtigen Zeitpunkt, da LinkedIn weltweit noch viele lokale Konkurrenten hat (zum Beispiel Xing in Deutschland), andere noch in den Kinderschuhen stecken (Google+) und die wenigsten alle nützlichen Anwendungen auf einmal anbieten. Google bietet Google Drive, Google+ und Hangouts, Facebook hat aber Potential besser vernetzt und direkter bezüglich der Kommunikation zu werden. Facebook macht mit Facebook at Work einer Vielzahl von Unternehmen in einem ganz neuen Markt Konkurrenz (Skype, LinkedIn, Google und Microsoft sowie natürlich allen kleinen Anbietern von Unternehmenssoftware und internen Firmen-Netzwerken (Intranets).

Viele offene Fragen zu Facebok at Work


Facebook verteidigt einmal mehr seinen Titel als datenreichste Plattform der Geschichte und geht einen Schritt weiter in Richtung professionelles Netzwerk. Facebook at Work befindet sich aktuell noch in der Testphase und wir hoffen, bald die passenden Antworten auf unsere dringensten Fragen zu Facebook at Work veröffentlichen zu können.

  • Wie wird Facebook das Hochladen von Dokumenten umsetzen?
  • Unklar ist auch, ob Profile bei Google indexiert werden können.
  • Inwieweit wird Facebook at Work interessant für Recruiter? Oder wird es lediglich unternehmensintern genutzt werden können? Wie interessant wird Facebook at Work für das interne Personalmanagement?
  • Wird Werbung eine Rolle spielen und was wird Facebook at Work kosten?
  • Werden Unternehmen, besonders die, die Facebook im Unternehmen verbieten, ihre Meinung über Facebook ändern?
  • Kann Facebook wichtige Werkzeuge der internen Unternehmenskommunikation zusammenbringen und in einem Netzwerk anbieten?

Einige Informationen bietet Facebook bereits, siehe hier.

 für JobisJob

Ein Gedanke zu „Facebook at Work: Das neue Intranet für Unternehmen

  1. Hendrik

    Also wie auch immer mann es dreht, als ich studiert habe und bei VW Werksstudent war, war Facebook dort gesperrt… jetzt bin ich ins Bau Geschäft eingestiegen und auf unseren Firmen PCs ist es ebenfalls gesperrt. Dazu kommt noch das große Unternehmen, ein Intranet bereits besitzen. Dazu kommt auch noch der schlechte Ruf (daten) bei Facebook, ich glaube kaum das auch nur ein einziges seriöses Unternehmen Intranet in Form von F@W nutzen wird.

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