Archiv für den Monat: Oktober 2013

Die neue Führungskultur: Work-Life-Balance war gestern

Dieser Beitrag wurde unter Artikel, Recruitment-Tipps abgelegt und mit , verschlagwortet am von Lynn.

Ist die Generation Y eine Herausforderung für Unternehmen und Personaler? Was erwarten Millennials von Ihrem Arbeitgeber? Welche Themenbereiche werden Unternehmen in Zukunft beachten müssen, um sicherzustellen, dass sie als „attraktiver Arbeitgeber“ gelten? 

IMG_1215Laut Absolventenbefragung der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY), wünscht sich die Generation Y Führungskräfte, die Verantwortung übernehmen, als Mediatoren fungieren, Mitarbeiter motivieren und für eine positive Arbeitsatmosphäre sorgen. Auch bei dieser Studie stehen Apple und Microsoft, bzw. Steve Jobs und Bill Gates, mal wieder auf den ersten Plätzen, und wurden von Absolventen mit guter Führungskapazität ausgezeichnet. Das Image und die Medienpräsenz der Unternehmer hat hierbei sicherlich eine Rolle gespielt, denn es lässt sich vermuten, dass der größte Teil der Absolventen den jeweiligen Führungsstil der Unternehmen nie persönlich kennen gelernt hat. Aber auch widersprüchliche Studienergebnisse passen perfekt in das Bild der Generation Y, welches in den Medien oft als sowohl freiheitsliebend als auch konservativ gezeichnet wird.

Die Generation Y, auch Millennials genannt, sind laut allgemeiner Auffassung junge Menschen, die nach 1980 geboren wurden und besonderen Wert auf den Sinn von Arbeit legen. Auch die Liste an Anforderungen, die die Millennials an ihre zukünftigen Arbeitgeber stellen, ist lang. Wir haben an dieser Stelle die interessantesten Themenbereiche zusammengefasst, da sie uns sicherlich noch eine Weile beschäftigen werden.

Aspekte der neuen Führungskultur 


list_ok Mitarbeiterzufriedenheit
: Besonders viel Wert legt die Generation Y auf gesunde Arbeitsverhältnisse. Laut der EY-Studie von 2013, ist die eigene Gesundheit eines der wichtigsten Themen im Leben junger Absolventen. Des Weiteren ergab die Studie, dass auch der Spaßfaktor, Wohlfühl-Initiativen und lebenswerte Büros in Zukunft nicht fehlen dürfen. Die befragten Absolventen der Studie kamen überwiegend aus den Wirtschaftswissenschaften.

list_ok Interne Kommunikation: Mit Hinblick auf eine lebenswerte Arbeitsatmosphäre will die Generation Y allgemein fair behandelt werden und legt somit viel Wert auf menschliche Führungskräfte. Arroganz und Rücksichtslosigkeit sind verpönt, ebenso aber auch Führungspersonen mit „unseriöser Kleidung“ und kumpelhaftem Auftreten. Wie bereits erwähnt, diese Generation ist freiheitsliebend aber konservativ. Wichtigstes Kriterium bezüglich ihrer Arbeitgeberwahl war laut EY-Studie der Punkt „Entwicklungsmöglichkeiten“. Unsere Prognose: In Zukunft wird Feedforward statt Feedback praktiziert und es werden Plattformen weiterentwickelt, die die Zusammenarbeit von Teams und die Demokratisierung von Informationen noch mehr fördern. E-Learning und Weiterbildung werden immer mehr an Bedeutung gewinnen.

list_ok Privatleben: Folgende Werte und Ziele hat die Generation Y laut EY-Studie: Familie und Freunde (74 %), Erfolg und Karriere (52 %) sowie Gesundheit (44 %). Diese Generation will beides, Familie und Karriere, was uns direkt zum nächsten Aspekt führt, der Work-Life-Balance. Zuvor aber bleibt zu betonen, dass auch in Zukunft diese beiden Bereiche des Lebens wohl mehr miteinander verschmelzen werden als es zum Beispiel bei vorherigen Generationen der Fall war. Arbeitnehmer werden immer offener für berufliche Angelegenheiten außerhalb der regulären Arbeitszeiten. Gleichzeitig werden private Angelegenheiten über das Smartphone und während der Arbeitszeit geregelt. Unternehmen werden in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen müssen bezüglich Rahmenbedingungen und dem Schutz der Freizeit und Gesundheit von Angestellten.

IMG_0899list_ok Work-Flex: Work-Life-Balance war gestern, ähnlich wie das Feedback. Um die Generation Y langfristig zufrieden und motiviert zu halten, müssen Unternehmen ein größeres Maß an Flexibilität, Freiheit und Eigenbestimmung einräumen. Zurzeit noch umstritten, prophezeien viele, dass Work-Flex-Regelungen mit Sabbaticals, flexiblen Arbeitszeiten, Teilzeit, Home-Office und einer flexibleren Arbeitskultur im Allgemeinen die Arbeitsmodelle von morgen mitbestimmen wird.

Wie sieht Ihr perfekter Arbeitgeber aus, was für Qualitäten müssen Führungskräfte haben und welche Führungskultur wäre Ihnen am liebsten?

Wir freuen uns auf interessante Antworten!

Warum und wie Sie in Ihrem Vorstellungsgespräch Geschichten erzählen sollten

Dieser Beitrag wurde unter Artikel, Bewerbungstipps abgelegt und mit , verschlagwortet am von plabram.

“…Es gibt keinen, den Sie nicht sympathisch finden, sobald Sie seine Geschichte gehört haben

Bei einem Vorstellungsgespräch  geht es darum, sich selbst zu verkaufen, und es gibt es viele Strategien aus den Bereichen Verkauf und Marketing, die Ihnen bei Ihrem Job-Interview zum Erfolg verhelfen können. Wie Seth Godin in seinem Buch „All marketers tell stories“ aufzeigt, kann uns das Erzählen von Geschichten dabei helfen, der Welt einen Sinn zu geben. Wir identifizieren uns selbst mit Geschichten und, wenn Sie gut erzählt werden, wollen wir glauben, dass sie wahr sind. Dieser Standpunkt wird von Marketing Stratege Jean Gianfagna bestätigt, der erklärt, dass gute Geschichten sowohl spannend, einprägsam und einfach weiter zu erzählen sind, und vor allem  unsere emotionale Seite ansprechen: „Die besten Werbe-Geschichten bewegen etwas in einem“. Andrew Stanton, der Filmemacher von „Wall E“ und „Toy Story“ geht noch einen Schritt weiter: „Es gibt keinen, den Sie  nicht sympathisch finden, sobald Sie seine Geschichte gehört haben

Wie können Sie also die Idee des Geschichtenerzählens anwenden, um Ihre Techniken beim Vorstellungsgespräch zu verbessern? Werfen wir doch zuerst einen Blick darauf, wie man gute Geschichten erzählt, bevor es zur Umsetzung in einem Vorstellungsgespräch kommt.


Part #1: Strukturen einer guten Geschichte


Anfang:

1. Verwenden Sie einen Aufhänger, um die Aufmerksamkeit Ihres Publikums zu fesseln. Sie müssen signalisieren, dass es sich lohnt, Ihrer Geschichte zuzuhören.
2. Kreieren Sie eine sympathische Hauptfigur (Sie natürlich). Dies können Sie zum Beispiel dadurch erreichen, indem Sie über normal Ängste oder Sorgen sprechen, mit denen sich jeder identifizieren kann.
3. Auch wenn ein bisschen Ausschmückung unvermeidlich ist, muss die Geschichte in erster Linie wahr und glaubhaft sein. Nichts ist abstoßender als Unaufrichtigkeit, und nichts unwiderstehlicher als Authentizität.

Hauptteil:

4. Nun wird es Zeit, Spannung aufzubauen:
list_okHierfür ist es wichtig, einen Konflikt einzubauen: eine Herausforderung oder einen Feind. Die Einführung eines Gegenspielers sorgt laut der Harvard Business Review nicht nur für „große Spannung“, auch klingt die Darstellung eines rein positiven Bildes „einfach nicht glaubhaft“. Bei einem Vorstellungsgespräch sollten Sie aus diesem Feind eine unpersönliche Herausforderung oder Situation machen, um nicht zu negativ zu klingen.
list_okLassen Sie Ihr Publikum im Ungewissen, um die Spannung zu halten. Sie müssen nicht alles in Worte fassen, denken Sie an die gesprochene Entsprechung von „…“. Jede aufkommende Frage können Sie später noch beantworten.
5. Halten Sie es einfach und behalten Sie Ihr Ziel im Auge. Was wird durch Ihre Geschichte deutlich? Welche Nachricht vermittelt sie? Schweifen Sie nicht zu sehr von Ihrem Thema ab: Ihr Publikum wird das Interesse verlieren, wenn Sie sich in komplizierten Einzelheiten verlieren, mit denen sie nichts anfangen können.
6. Was Sie an Sachinformationen auslassen, können Sie durch Beschreibung und lebhafte Sprache wettmachen. Laut dem Online-Lifestyle-Magazin Lifehacker werden verschiedene Teile Ihres Gehirns durch sinnliche Metaphern sogar aktiviert und stimuliert.

Ende:

7. Am Ende Ihrer Geschichte müssen Sie den von Ihnen entworfenen Konflikt auflösen.
8. Sobald Sie das getan haben, sollten Sie einen abschließenden Gedanken einbringen, eine Pointe, die Ihre Geschichte wirklich unvergesslich macht. Das kann ein kleiner Witz sein, oder auch einfach das Wiederholen und Bestärken der Moral oder der Aussage, die Sie vermitteln wollten.
Bonus-Tipp: Halten Sie Augenkontakt und bedienen Sie sich einer umfangreichen und mitreißenden Körpersprache, um Schwung in Ihre Geschichte zu bringen und Ihr Publikum in Ihre Erzählung einzubeziehen. Pausen sorgen für einen dramatischen Effekt.


Part #2: Wie Sie beim Vorstellungsgespräch mit einer guten Geschichte antworten (Beispiele)


Genug Theorie, wie funktioniert das Ganze in der Praxis? Hier geben wir Ihnen einige Beispiele von Geschichten, die Sie in einem Vorstellungsgespräch erzählen können. Wir haben die zuvor aufgelisteten verschiedenen Schritte beim Erzählen einer Geschichte an den jeweiligen Stellen markiert, wo sie ins Spiel kommen.

Was ist Ihre größte Schwäche?
5523122844_c5d80978d4_z
„Jeder hat Schwächen, und ich bin sicher keine Ausnahme (1, 3). Tatsächlich fiel es mir immer schwer, vor Publikum zu sprechen. Das mag überraschend scheinen, da ich in den meisten Situationen sehr selbstsicher bin, aber damit habe ich mich jahrelang immer schwer getan (2).

Bei meiner letzten Arbeitsstelle war ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt und musste oft Vorlesungen halten (4). Mein Mund wurde trocken, ich war wie gelähmt, meine Hände wurden schweißnass… (6)… Aber nach einer Weile und nachdem ich mit anderen Dozenten gesprochen hatte, habe ich festgestellt, dass alles nur eine Frage der Übung ist. Obwohl es am Anfang schwer fiel (6), konnte ich, sobald ich mich daran gewöhnt hatte, vor anderen Menschen zu sprechen, loslassen, auftauen und sogar improvisieren und einen kleinen Witz machen (7). Vor Publikum zu sprechen ist jetzt nicht mehr annähernd so unangenehm und ich habe sogar schon Komplimente für meine Vorträge bekommen, was ich mir vor einigen Jahren noch überhaupt nicht hätte vorstellen können.“

Erzählen Sie uns von einer Zeit, in der Sie gut im Team gearbeitet haben.
5523123200_0eab2201c9_z
„Ich habe einmal in einem  völlig gemischten Team gearbeitet (1). Alle möglichen Altersgruppen, Nationalitäten, Gewohnheiten, und was man sich noch so vorstellen kann, waren hier vertreten. Ehrlichgesagt (3) muss ich zugeben, dass ich über meinen Platz bei diesem Projekt und darüber, was wir zusammen erreichen würden, etwas beunruhigt war (2).

Unser Manager sagte uns, dass jedes Teammitglied eine bestimmte Verkaufszahl erreichen müsste, damit wir unseren Weihnachtsbonus bekommen (4). Aber bei diesem Team wussten wir nicht, wie wir zusammenarbeiten sollten. Die stärkeren Mitglieder verfolgten ihre eigenen Ziele, und die schwächeren Mitglieder blieben auf der Strecke… (4).

Um dazu beizutragen, dass wir besser zusammenarbeiten (5), begann ich mich wirklich für die anderen Teammitglieder zu interessieren. Ich grüßte meine ausländischen Kollegen in ihrer Heimatsprache, fragte die Studenten, wie es mit den Prüfungen lief, sprach mit Eltern über ihre Kinder und die älteren Teammitglieder erzählten mir sogar von ihren Hüftimplantaten. Nach und nach (6) begannen auch die anderen Mitglieder des Teams sich zu öffnen und meinem Beispiel zu folgen. Unser Verhalten zueinander änderte sich und wir fingen an, uns immer mehr gegenseitig zu helfen. Im darauffolgenden Monat waren wir zu einem der stärksten Teams des Unternehmens bei den durchschnittlichen Verkäufen geworden.

Diese Erfahrung hat mich eine der wertvollsten Lektionen, die ich über Teamwork gelernt habe, gelehrt: Sobald wir uns für uns als reale Personen zu interessieren begannen und uns die Zeit nahmen, die jeweiligen Standpunkte der anderen zu verstehen, wurde die Zusammenarbeit ganz natürlich (8).

Warum nicht darüber nachdenken, wie Sie das Prinzip des Geschichtenerzählens auf einige der beliebtesten Fragen in einem Vorstellungsgespräch anwenden können? Inspirieren Sie andere Leser, indem Sie uns Ihre Geschichten erzählen.

Unser Dank für die Bilder geht an: Whitney Waller.

Wie Sie Ihr wertvollstes Kapital verkaufen: sich selbst

Dieser Beitrag wurde unter Artikel, Bewerbungstipps abgelegt und mit verschlagwortet am von plabram.

Bei  Vorstellungsgesprächen und anderen Situationen am Arbeitsplatz müssen Sie andere von sich überzeugen können! Auch wenn man sich nicht auf eine Stelle im Verkauf bewirbt, ist es doch essentiell sich selbst verkaufen zu können. Wir müssen in der Lage sein, uns im besten Licht zu präsentieren, und was gibt es in diesem Fall wichtigeres, als die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen?

Wie man (sich selbst) verkauft

Interview photo
1. Kennen Sie Ihr Produkt.
Vielleicht denken Sie verständlicherweise, dass Sie sich selbst bereits gut kennen, aber in Wirklichkeit ist unsere Selbsteinschätzung fast nie perfekt. Bevor Sie in ein Vorstellungsgespräch gehen, sollten Sie eine genaue Vorstellung von der Vielzahl an Fähigkeiten und Schwächen haben, die Sie aufweisen. Seien Sie sorgfältig und präzise, ein Experte in eigener Sache. Wenn Sie einen Spiegel brauchen, eine externe Meinung, dann fragen Sie einen engen Freund oder ein Familienmitglied um Rat. Denken Sie an Kritiken und Komplimente, die Sie über die Jahre bekommen haben, sowie an Kenntnisse und Schulungen, die Sie vorzuweisen haben. Sie könnten es auch in Betracht ziehen, einen Persönlichkeitstest zu machen, um zu entdecken, was Sie alles zu bieten haben.

list_okSagen Sie: „Ich habe über sechs Jahre Erfahrung in Produktmanagement, besonders in Gründer- und mittelständigen Unternehmen, deren Vertrieb hauptsächlich über das Internet abgewickelt wird.“
list_wrongBloß nicht so antworten: „Ähm, … ich bin gut im Sachen organisieren, glaube ich.“

2. Respektieren Sie die Personen, an die Sie „verkaufen“. Wenn Sie zu einem Vorstellungsgespräch mit dem Gedanken gehen, dass Ihre Gesprächspartner eh totale Idioten sind, die keine Ahnung davon haben, worauf es wirklich ankommt, werden Sie wahrscheinlich nicht sehr weit kommen. Sie müssen sie nicht mit Ehrfurcht behandeln, aber mit Respekt. Halten Sie sich die positiven Aspekte des Unternehmens oder Ihrem Gegenüber vor Augen (wenn Sie wissen, mit wem Sie das Vergnügen haben), so gehen die positiv eingestellt in das Gespräch.

list_okSagen Sie: „Gute Frage. Erlauben Sie mir, dass ich es Ihnen genauer erläutere.“
list_wrongBloß nicht so antworten: „Naja, natürlich würde das niemand jemals machen.“

3. Sagen Sie die Wahrheit. „Die Dinge in ihrem besten Licht zu zeigen“ hat nichts mit Lügen zu tun. Sofern Sie kein ausgezeichneter Lügner sind, sollten Sie die Wahrheit sagen und Sie werden einen aufrichtigen und vertrauenswürdigen Eindruck machen, was entscheidende Qualitäten für einen zukünftigen Mitarbeiter sind. Und selbst ausgezeichnete Lügner werden manchmal ertappt. Das heißt nicht, dass Sie völlig offenherzig sein müssen, und auch ist es legitim die positiven Aspekte einer Story in den Vordergrund zu stellen.

list_okSagen Sie: „Ich hatte immer viele Ideen, aber ich war mir dessen bewusst, dass ich dem Team nicht immer vermitteln konnte, was ich meinte. Ich habe sie um Feedback gebeten und darum, mir dabei zu helfen zu üben, mich selbst zu erklären, und sie haben mir ein paar einfache Tricks gezeigt, dank denen ich meinen Standpunkt heute viel besser vermitteln kann.“
list_wrongBloß nicht so antworten: „Meine größte Schwäche ist, dass ich ein zu großer Perfektionist bin, und dass ich viel zu hart arbeite.”

photoreel

4. Leute kaufen nur von Leuten, die sie mögen. Dieser Spruch wird in der Verkaufswelt oft wiederholt und er gilt noch mehr für ein Vorstellungsgespräch. Arbeitgeber werden sehr wahrscheinlich niemanden einstellen, bei dem sie nicht das Gefühl haben, dass eine tägliche Zusammenarbeit mit dieser Person angenehm wäre. Sie müssen dafür sorgen, dass sie sich wohl fühlen in Ihrer Gegenwart, sodass sie das Risiko eingehen wollen. Viel lächeln, positiv sein, zuhören und keine Angst davor haben, gelegentliche Komplimente zu machen.

list_okSagen Sie: „Ich verstehe. Das Geschäft scheint eine starke Zukunftsvision zu haben.“
list_wrongBloß nicht so antworten: „Ja, das Büro ist ein bisschen klein.“

5. Verstehen Sie die Beweggründe Ihrer Käufer. Was brauchen Ihre Gesprächspartner? Wonach suchen sie? Welche eine Sache könnte dafür sorgen, dass sich alle ihre Probleme am Arbeitsplatz auflösen? Notieren Sie sich vor dem Vorstellungsgespräch ein paar Ideen und denken Sie darüber nach, wie Sie diese Bedürfnisse für sie behandeln können. Denken Sie daran, dass es bei einem Vorstellungsgespräch um Ihre potenziellen Arbeitgeber und deren Bedürfnisse geht, und nur geringfügig um Sie und das, was Sie möchten – dieser Teil kommt später, wenn Sie sich entscheiden, ob Sie das Angebot annehmen möchten oder nicht ;).

list_okSagen Sie: „Ich kann sofort einsteigen und bin sehr gut im Umsetzen von Ideen.“
list_wrongBloß nicht so antworten: „Ich möchte einen Beruf, bei dem ich viele Möglichkeiten habe, verschiedene Bereiche auszuprobieren und interessante Aufgaben zu bewältigen.“

Notemeeting

6. Schließen Sie den Verkauf ab (ohne aufdringlich zu sein). Zögern Sie am Ende eines Vorstellungsgesprächs nicht, ebenso zu fragen, ob es noch offene Fragen oder einzureichende Unterlagen gibt. In dem Atemzuge könnte auch vorsichtig nach Feedback angefragt werden. Zu viel Druck auszuüben bringt aber selten Erfolg. Versuchen Sie geduldig zu sein, und wenn Sie unbedingt bei der Firma anrufen und nachfragen wollen, dann warten Sie mindestens zwei Wochen, je nach dem was beim Vorstellungsgespräch vereinbart wurde.

list_okSagen Sie: „Haben Sie irgendwelche Fragen oder Bedenken bezüglich meiner Bewerbung, oder haben Sie das Gefühl, dass etwas fehlt?“ (Daraufhin werden Sie natürlich diese Fragen klären und betonen, dass Sie Unterlagen nachreichen werden und immer gerne bereit sind, Neues zu lernen.)
list_wrongBloß nicht so antworten: „Es sind nun zehn Tage vergangen und ich hätte wirklich gerne eine Antwort von Ihnen.“ (Es ist bedauerlich, aber diese Aufforderung wird nichts bringen).

Die neusten Recruiting-Trends

Dieser Beitrag wurde unter Artikel, Bewerbungstipps abgelegt und mit , verschlagwortet am von María.

Neue Vorgehensweisen und Methoden bei der Auswahl von Bewerbern.

tubos_de_ensayo
Das klassische Vorstellungsgespräch wird bald der Vergangenheit angehören. Ja, wirklich! Es sind tausende Artikel in Umlauf, in denen Ihnen Wort für Wort die besten Antworten für ein Vorstellungsgespräch diktiert werden. Verschiedene wissenschaftliche Studien empfehlen, sich in schlichten Farben zu kleiden, Ausdrücke wie „kreativ“, „motiviert“ oder „effizient“ zu vermeiden und den Personalchef mit einem festen Händedruck zu begrüßen. Ebenfalls wird darauf hingewiesen, dass das Tragen einer Brille einen intelligenter aussehen lässt und dass Sie, wenn Sie zu dick oder zu dünn sind, fast zum beruflichen Scheitern verurteilt sind.

Letztlich müssen die Personalchefs zu Spitzhacke und Schaufel greifen, um die Persönlichkeit des Bewerbers zu ergründen, denn Kandidaten kleiden sich einer nach dem anderen in dunklem Grau, tragen Brillen und versichern, „sehr motiviert“ für die Arbeitsstelle zu sein. Damit wollen wir nicht sagen, dass es irrelevant ist, Richtlinien für die Vorbereitung eines Vorstellungsgesprächs oder der Fragen, die Ihnen sicherlich gestellt werden, zu vermitteln. Aber jeder Satz im Auswahlverfahren wird zu sehr analysiert und man spekuliert zu viel darüber, wie man sich verhalten und was man antworten sollte, sodass die Personalchefs mittlerweile davon gelangweilt sind, immer wieder auf das gleiche Problem zu stoßen: die Reaktionen der Bewerber sind gehemmt und die Natürlichkeit fehlt vollkommen. So ist es unmöglich, das zu bieten, was die Unternehmen in solchen Momenten am meisten suchen: die persönlichen Werte des Bewerbers.

Laut einer Studie der Agentur Factor Humano, verlieren die berufliche Erfahrung oder der  Lebenslauf für das Unternehmen an Bedeutung beim Anwerben von neuen Talenten. Heute schätzt man vor allem die Einstellung, Ehrlichkeit, Engagement und Verantwortungsbewusstsein. Kurz gesagt: Wenn Sie weniger Kenntnisse aufweisen, aber vor Leistungswillen nur so übersprudeln, können Sie viele Punkte machen, um die Aufmerksamkeit der Personalchefs  auf sich zu lenken.

DIE ANGESAGTESTEN TECHNIKEN BEI DER PERSONALAUSWAHL

Unternehmen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Ihr reines „Ich“ mittels alternativer Auswahltests herauszufiltern, bei denen Ihre Spontanität (die so etwas wie eine riesige und phosphoreszierende Tür zu Ihren persönlichen Werten und Ihrem logischen Denken ist) getestet wird. Nachfolgend stellen wir einige der immer beliebter werdenden Methoden zur Personalauswahl vor: Einige von ihnen sind auf dem Arbeitsmarkt bereits sehr präsent, und andere befinden sich noch in der Prüfphase, versprechen aber (oder drohen damit) sich zu etablieren.

1.       „Erzählen Sie mir eine Geschichte” (aber kein Lügenmärchen, ja? Wir haben bereits erwähnt, wie wichtig Ehrlichkeit ist). Dieser Test zum Beispiel ist Teil der Auswahlverfahren der Unternehmensberatungsagentur Mc Kinsey & Company, die die Rangliste der Unternehmen mit den härtesten und komplizierten Auswahlverfahren anführt. Zunächst bittet die Person, die das Vorstellungsgespräch führt, dass Sie eine wahre oder erfundene Geschichte erzählen, die mit Führungsqualität, persönlicher Initiative oder anderen Werten, die das Talent und die fachliche Qualität begleiten, zusammenhängt. Einfallsreichtum, Kreativität, Erfindungsgabe…Es gibt so viel, was Sie auf diese Weise zeigen können! Wenn Sie Ratschläge dazu brauchen, wie Sie Ihre Kreativität steigern können, klicken Sie hier.

2.       Antworten auf verblüffende Fragen… Was immer Ihnen einfällt. Es geht darum herauszufinden, wie Ihr Gehirn tickt. ;) Andernfalls würde es keinen Sinn machen, einen Bewerber bei Google zu fragen „Wie viele Kühe es in Kanada gibt“ oder bei Dell zu fragen, „Welches Lied beschreibt Ihre  Arbeitsmoral am besten“. Aber es gibt Fragen, die völlig unsinnig zu sein scheinen. Was würden Sie auf Fragen wie „Wie bekommt man eine Giraffe in einen Kühlschrank“ oder „Würden Sie lieber gegen eine Ente von der Größe eines Pferdes oder gegen 100 Pferde von der Größe einer Ente kämpfen“ antworten? Wir geben zu, dies sind absurde Fragen, aber sie können Ihre Fähigkeit, schwierige Herausforderungen zu bewältigen und konkret zu sein aufzeigen.

3.       Rollenspiel. Für ein paar Minuten (die Ihnen wie Jahrhunderte vorkommen können, wenn der Arbeitgeber sich richtig Mühe gibt) haben Sie einen bestimmten Job und müssen in dieser Rolle eine Reihe Situationen meistern. Zum Beispiel, sind Sie dann Flugbegleiter/in und während des Fluges bekommt ein Passagier (der Personalchef natürlich) eine Panikattacke. Oder Sie sind Sicherheitsbeamter/beamtin in einer Bank und müssen einen Konflikt mit einem verärgerten Kunden lösen. Aber Sie müssen nicht immer in eine Rolle schlüpfen! Manchmal spielt Ihnen lediglich das Unternehmen eine fiktive Situation vor. Schauen Sie sich dazu das Video des Auswahlverfahrens von Heineken  an, und genießen Sie!

4.       Die Gruppe im Fokus. Alle Bewerber, die sich auf eine Stelle beworben haben, sind in einem Raum vereint. Der Personalchef stellt verschiedene Fälle vor, die mit der Ausübung der zu besetzenden Stelle zu tun haben. Dies können Fragen sein, die direkt einem bestimmten Bewerber gestellt, oder die in den Raum geworfen werden. Stellen Sie sich zum Beispiel eine Gruppe von Bewerbern auf die Stelle als Verkaufsangestellter bei Inditex vor, die erklären, wie sie auf einen wütenden Kunden reagieren würden, der darauf besteht, ein Kleidungsstück zurückzugeben. Das Unternehmen kann in diesem Fall ein Team von Beobachtern hinzuziehen, das die Reaktionen und die Beteiligung eines jeden Bewerbers analysiert.

5.       Kaffee und Einstellung. Das Vorstellungsgespräch wird zu einer Veranstaltung oder gar Messe: Die Agentur oder das Personalunternehmen, die üblicherweise diese Art von Initiativen organisieren, vereinen die Personalchefs von verschiedenen Unternehmen und die Bewerber in einem informellen und entspannten Ambiente, bestens geeignet, um Ihre beste Seite zum Vorschein kommen zu lassen.

6.       Neurotechnologie. Die Zukunft? Mit ihrem Projekt Adlove ist die Werbeagentur TBWA aus Istanbul Vorreiter bei der Anwendung von Neurotechnologie bei der Personalauswahl. Sie haben einen Angestellten gesucht, der seine Arbeit liebt, also wendeten sie bei ihren Bewerbern das Elektroenzephalogramm an, um empirisch die Emotion herauszufinden, die Werbung erzeugt. Und mit diesen Ergebnissen wählten sie ihren neuen Angestellten. Aber meiner Meinung nach besteht das Risiko der Neurotechnologie darin, dass diese außer, dass sie das Nervensystem analysiert, zudem auch in der Lage ist, dieses zu beeinflussen: Der Film “Uhrwerk Orange” von Stanley Kubrick spricht diese Bedrohung an, wenn auch auf extreme Weise…Was ist mit Ihnen, glauben Sie an die Möglichkeiten dieses Systems, um jemanden einzustellen?

Viel Glück bei Ihren zukünftigen Vorstellungsgesprächen, aber vor allem anderen…Natürlichkeit!

Anmerkung: Sie sind bestimmt neugierig, die Antwort auf die Frage, wie man eine Giraffe in den Kühlschrank bekommt, zu erfahren, stimmt´s? Wie wir schon gesagt haben, wichtig ist, wie Sie reagieren. Sie können mit Gegenfragen antworten wie: Ist die Giraffe tot? Wie groß ist sie? Welche Größe hat der Kühlschrank? Und nein…wir wissen nicht, wie viele Kühe es in Kanada gibt…, aber Sie können es in Erfahrung bringen…indem Sie bei Google suchen!
Bild von: César Poyatos

Infografik: Hotspots der Jobsuche

Dieser Beitrag wurde unter Infografik abgelegt und mit verschlagwortet am von Lynn.

In welcher Stadt und in welcher Region gibt es bei uns die meisten Jobs? Welche Unternehmen haben die meisten Stellenanzeigen? Unsere Infografik beantwortet diese Fragen und noch mehr. Wichtig zu wissen ist, dass JobisJob Stellenanzeigen der renommiertesten und grössten Jobboards und Unternehmen führt, branchenübergreifend und somit repräsentativ:

INFOGRAFIA_GE

Diese Infografik ist für den schnellen Überblick gedacht. Sollten Sie Interesse an ausführlicheren Informationen und Daten haben, dann kontaktieren Sie uns gerne.