Der Arbeitsmarkt in Deutschland 2013 (Teil 2)

- Die wichtigsten Themen und Daten Teil 2 -


Fachkräftemangel und Arbeitslosigkeit


Der Fachkräftemangel und die Arbeitslosigkeit, beides aktuell diskutierte Themen, welche den deutschen Arbeitsmarkt in seiner auf den ersten Blick widersprüchlichen Natur widerspiegeln. Auf der einen Seite haben wir die deutsche Industrie und Ihr prognostizierter Mangel an bestimmten Fachkräften und dem gegenüber stehen 5,7 % Arbeitslose (OECD, 2012), denen versucht wird mit kontrovers diskutierter Politik entgegenzuwirken. Die Einführung von Minijobs und Konzepten wie dem Sozialen Arbeitsmarkt können als Beispiele gesehen werden, als Instrumente.

Betrachtet man die unten aufgeführte Statistik, liest man eine klare positive Entwicklung bezüglich der Arbeitslosenzahlen der letzten Jahre ab. Die Statistik sagt aber natürlich nicht unbedingt etwas über die Arbeitsverhältnisse oder verbesserten Lebensumstände der Arbeitnehmer aus. 

Arbeitslosenquote nach Dauer OECD Der Arbeitsmarkt in Deutschland 2013 (Teil 2)

(Quelle: © OECD. (2012). OECD Employment Outlook 2012: OECD Publishing. Link: OECD)

Der Soziale Arbeitsmarkt


Mit Hilfe des sogenannten „Sozialen Arbeitsmarktes“ sollen Langzeitarbeitslose, wenn Sie denn bestimmte Kriterien erfüllen, geförderten Zugang zu versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen erhalten. Gefördert, inwieweit? Es handelt sich hierbei um befristete Förderungen, deren Rahmenverhältnisse noch nicht ganz feststehen und die den Betroffenen zeitgleich Schulungen in Form von sozialpädagogischer Begleitung bieten. Mehr Informationen dazu gibt es zum Beispiel auf der Webseite des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Fachkräftemangel


Globalisierung, zunehmender internationaler Wettbewerb, die schockierenden Arbeitslosenzahlen in Südeuropa, Wachstumseinbußen durch fehlende Spezialisten – Deutschland braucht Fachkräfte! Und wo bekommt man die? Im Ausland natürlich. Aber, dann sind da ja noch die Einwandererzahlen. Denn, wir brauchen ja eigentlich nur qualifizierte Fachkräfte, oder? Obwohl, die Bevölkerungsentwicklung befindet sich langfristig ja auch auf dem absteigenden Ast: Es werden keine Babys mehr geboren – außer in Friedrichshain natürlich, schon klar – die Bevölkerungspyramide, auf der unsere Rente aufbaut, gerät schon heute ins Wanken und das Durchschnittsalter könnte 2060 bei 52 Jahren liegen (Bundeszentrale für politische Bildung, 2011). Verwirrt? Ist an diesen Aussagen überhaupt irgendwas dran?! Keep calm, wie der Engländer sagen würde. Das Gute ist, dass sich Zukunftsprognosen auf die Zukunft beziehen und in der Gegenwart gemanagt werden können.

Der Fachkräftemangel könnte, und die Betonung liegt auf könnte, sich bis 2030 in den folgenden Bereichen bemerkbar machen:

Fachkräftemangel vor Einbeziehung der beruflichen Flexibilität BIBB Der Arbeitsmarkt in Deutschland 2013 (Teil 2)

Diese Grafik entspricht aber nur der Zukunft, wenn jeder den Beruf ausübt, den er einmal erlernt hat. Steigernde Flexibilität könnte also schon ein Lösungsansatz darstellen. Dann sieht der Engpass an Arbeitskräften nämlich schon wieder ganz anders aus:

Fachkräftemangel nach Einbeziehung der beruflichen Flexibilität BIBB Der Arbeitsmarkt in Deutschland 2013 (Teil 2)

(Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung. (2013). Fragen zum Fachkräftemangel in Deutschland. Zugriff im Juli 2013 unter BIBB.)

Hier geht es zum Blog-Artikel Der Arbeitsmarkt in Deutschland 2013 (Teil 1). 

 für JobisJob

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